körperliche Liebe immer okay???

Kennt ihr das nicht auch, die seltsamen Spielarten in der Liebe?! Das Fernsehen und die Magazine sind voll von so was. Da wird der Liebste ans Andreaskreuz gehängt oder die Liebste mit der Reitgerte gezüchtigt und das ist erst ihr beider Glück. So oder so ähnlich kann man es als normal überall lesen und sehen!

 

Oft habe ich mich in der Vergangenheit um Verständnis für so was bemüht und gehofft Erleuchtung kreuzt meinen Weg bei solcher Situationsbeschreibung. Einerseits ist es sicher toll, den Partner auch mal ohrfeigen zu dürfen und ihm somit noch was Gutes anzutun.  Wie oft hatte ich mir bei bösen unfairen Streitereien so was schon gewünscht? Wer lebt nicht in einer Beziehung wo er nicht einmal gerne die Daumenschrauben bei seinem Gegenüber gerne anlegen würde? Dazu noch völlig wertfrei, bis auf eine vielleicht lustvolle Bestätigung dieser Handlungsweise?

 

Das Problem wird allerdings schon vorher ersichtlich, wer praktiziert einen solchen Lebenswandel. Kennt man eventuell Leute die sich privat auf der Streckbank ausleben und mit Klammern an den Brustwarzen shopen gehen? Ich schloss so was innerhalb meines Bekanntenkreises immer aus und konnte mir das lustvolle auspeitschen nur bei Vorgesetzten vorstellen!

 

In Wahrheit ist es wohl aber keine Minderheit die sich in solchen Spielchen bei der Fortpflanzung ausleben. Wenn man sich diesem Thema ernsthaft annimmt, stellt man schnell fest wer alles die Handschellen in der Nachttischkommode hat!  Die Handschellen werden vermutlich noch toleriert von der Umgebung, wo aber genau liegt die Grenze? Und ich meine die gesellschaftliche Grenze an Akzeptanz!

 

 Die Vielfalt von diesen Spielarten ist sehr wechselhaft, dass kann von autoerotischen Spielchen bis hin zu mittelalterlichen Folterung im Wechselbad der Lust reichen! Für den Außenstehenden beides unverständlich, ich jedenfalls kann mir Sex mit einer Plastiktüte über dem Kopf,  am Andreaskreuz hängend überhaupt nicht vorstellen! Aber ich kann mir im Esszimmer auch keine Liebesschaukel vorstellen und das hat überhaupt nichts mit SM zutun!

 

Der Schlüssel ist, wie man für sich selbst anscheinend Erotik definiert, also da wo es anfängt für einen selbst körperlich spannend zu werden. Für den einen machen das schon allein Dessous oder eben das fehlen von jeglicher Unterwäsche und für den anderen sind es halt die Krokodilsklemmen an exponierten Stellen! Aber es scheint auch das Gedankliche SM zu geben. Dort wird sich über Rollenspiele und Machtfantasien ausgelebt. Ein breites Feld wie ich meine und auch nur hier wird wenn überhaupt nur schemenhaft ein Reiz für mich offenkundig. Mir reichen an und für sich die Machtrollenspiele im Beruf, wo ich zweifelfrei eher devot veranlagt seien muss und in der Befehlskette leider nur in der Mitte zum tragen komme. Zwar fallen Wachspiele und Peitschenhiebe hier nicht näher ins Gewicht, aber ich fühle mich halt eher dominant….

 

14.11.06 13:56

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